KI Wissensarbeit 17. September 2026 · 8 Min Lesezeit

Memory allein reicht nicht. Mein Wissenssystem braucht zwei Lernschleifen.

TL;DR

Ein persönliches Wissenssystem speichert zwei Dinge: was ich weiß und wie ich arbeite. Das Zweite zeigt sich nur im Tun und bleibt deshalb meist unsichtbar. Es braucht zwei Lernschleifen, eine wöchentliche für das bewusst Gelernte und eine monatliche für das Unausgesprochene. Die zweite braucht eine Materialquelle, die nichts extra kostet, und die genaueste ist die Differenz zwischen dem Entwurf der KI und der Fassung, die ich tatsächlich verwendet habe.

Seitdem ich meine KI systematisch trainiere, optimiere ich laufend Fakten, Regeln und Systeme. Im Resultat führt das zu starken Ergebnissen. Aber es hat eine blinde Stelle: Alles, was im Speicher steht, musste ich explizit festlegen, proaktiv analysieren, optimieren. Dinge, die ich nie ausspreche, tauchen dort nie auf. Das könnten Verhaltensmuster sein wie Formate, die ich ständig wegklicke oder die Art, wie ich Sätze anfange. Unbewusste Muster, die ich der KI nicht proaktiv mitgebe. Und somit nur aus der halben Datenmenge meines täglichen Verhaltens Regeln formuliere. Aber für ein starkes, persönliches Wissenssystem brauche ich nicht nur Erkenntnisse, was ich weiß. Sondern auch, wie ich arbeite. Das Erste ist einfacher, weil ich es explizit formulieren muss, damit das System sauber funktioniert. Das Zweite ist die eigentliche Arbeit, denn das Wissen liegt versteckt in meinen gewohnten Verhaltensmustern. Lange hat mir dafür eine Materialquelle gefehlt, aus der sich das Zweite überhaupt ablesen lässt.

Zwei Sorten Wissen, nur eine landet im Speicher

Deklaratives und prozedurales Wissen

Die Kognitionswissenschaft trennt zwei Arten von Wissen. Deklaratives Wissen sind Fakten und Regeln, das "Ich weiß, dass". Prozedurales Wissen sind Fertigkeiten und Gewohnheiten, das "Ich weiß, wie". Cohen und Squire zeigten das 1980 an Patienten, die eine neue Fertigkeit behielten, sich aber nicht erinnern konnten, sie je gelernt zu haben. Knowledge-Management-Systeme adressieren fast nur das Deklarative: Notizen, Karteikarten, Zweitgehirne. Das Prozedurale wird ausgelassen, weil es sich schlecht formalisieren lässt. Für die Zusammenarbeit mit einer KI ist es aber die wichtigere Hälfte. Die KI muss nicht nur wissen, was ich weiß. Sie muss wissen, wie ich arbeite.

Explizite und implizite Signale

Explizite Signale sind leicht. "Keine Emojis", "Deutsch im Chat", "kurze Anweisungen sind normal". Das landet im Speicher und funktioniert. Implizite Signale sind schwerer zu fassen: wiederkehrende Formulierungen, Abbruchsignale, akzeptierte aber nie gelobte Formate, Muster in der Tageszeit. Dazwischen liegt die Bestätigung ohne Worte. Wenn ich drei Sessions lang keinen Einspruch gegen einen Ansatz erhebe, ist das ein Signal. Aber es entsteht kein Eintrag daraus. Michael Polanyi nannte das die stille Dimension des Wissens: Wir wissen mehr, als wir sagen können. Genau dieser Teil bleibt im Speicher leer.

Die zwei Schleifen, die ein lebendes System braucht

Ein Wissenssystem, das beide Hälften abdeckt, braucht zwei Lernschleifen. Die explizite Schleife läuft wöchentlich. Im Freitags-Review schaue ich auf beobachtbare Fähigkeiten und Methoden: Was habe ich diese Woche gelernt, was gehört ins Profil. Das ist der bewusste Akt des Weiterlernens. Die implizite Schleife läuft monatlich. Die KI liest alte Sessions zurück und extrahiert Muster, die ich selbst nicht gesehen habe: Frust-Signale, Übergänge im Arbeitsfluss, wiederkehrende Reibungspunkte. Das ist der Blick von außen auf mich. Donald Schön nannte diesen rückblickenden Modus die Reflexion über das eigene Handeln. Beide Schleifen zusammen decken beide Wissensarten ab, deklarativ und prozedural. Das System lernt, wie ich denke und wie ich arbeite.

Woher die implizite Schleife ihr Material nimmt

Die Schwachstelle dieses Aufbaus ist die implizite Schleife selbst. Ein Agent, der alte Sessions nach Mustern durchsucht, arbeitet auf einem unscharfen Signal: Er sieht Gesprächsverläufe, aber nicht, was am Ende tatsächlich verwendet wurde. Daniel Blum, Produktmanager bei Melio, nutzt in seinem eigenen Aufbau eine präzisere Quelle. Er lässt wöchentlich vergleichen, was das System entworfen hat und was er am Ende abgeschickt hat, und behandelt diese Differenz als Trainingsmaterial. Kein Formular, keine Bewertung, kein zusätzlicher Arbeitsschritt.

Der Wert liegt in der Kostenstruktur. Explizites Feedback ist teuer, weil es einen eigenen Vorgang bildet, und genau deshalb bleibt es liegen. Die Korrektur dagegen passiert ohnehin, sie wird bisher nur weggeworfen. In meinem eigenen Regelwerk steht eine Zeile, die das belegt: das Verbot des optionalen Kommas vor "und" und "oder". Diese Regel existiert, weil ich dieselbe Korrektur wochenlang von Hand gemacht habe, bis sie mir bewusst wurde. Zwischen der ersten Korrektur und der Regel liegen Wochen, in denen jeder Entwurf denselben Fehler wieder enthielt.

Ein zweiter Mechanismus dreht die Prüfrichtung um. Blums Morgenübersicht meldet nicht nur, was ansteht, sondern auch, welche Begriffe und Vorhaben im Tagesumfeld auftauchen, die in keiner Kontextdatei stehen. Statt eine plausible Bedeutung zu erfinden, stellt das System eine gezielte Frage und speichert die Antwort. Dazu kommt eine Art Telemetrie: Jeder Baustein protokolliert Reibungsmomente, einmal pro Woche verdichten sie sich zu Verbesserungsvorschlägen. Die Arbeitsteilung verschiebt sich damit. Ich prüfe die Ausgabe, das System prüft seine eigene Abdeckung.

Gegen diesen Maßstab sah mein eigenes System einseitig aus, als ich anfing. Es besteht aus 16 Workflow-Commands, 15 Regelwerken und einer Steuerdatei, zusammen rund 12.500 Wörter. Alles davon habe ich geschrieben. Zurück in die Praxis las genau eine Routine, zwölfmal im Jahr gegen etwa 250 Arbeitstage. Ich pflegte das System, das System pflegte sich nicht. Genau dort setzen die Experimente weiter unten an.

Damit ändert sich, was die implizite Schleife überhaupt tut. Sie durchsucht nicht mehr Gesprächsverläufe nach etwas, das nach Muster aussieht, sondern vergleicht zwei Fassungen desselben Textes, von denen eine nachweislich getragen hat. Aus einer Suche wird ein Abgleich und aus einer Vermutung über mich eine belegbare Differenz. Genau das ist die Version, die ich haben will: keine KI, die Hypothesen über meinen Arbeitsstil aufstellt, sondern eine Routine, die eine tatsächlich stattgefundene Korrektur auswertet und mir das Ergebnis zur Entscheidung vorlegt.

Eine KI, die nur weiß, was ich ihr gesagt habe, kennt mich nur halb. Die andere Hälfte steht in dem, was ich nie aussprach.

Kritische Einordnung

Vier Vorbehalte gehören dazu.

1

Beobachter-Bias. Ein Agent, der nach Mustern sucht, findet welche. Ob sie echt sind, zeigt erst die Bestätigung. Deshalb die harte Regel, nur zu übernehmen, was ich selbst bestätige, niemals automatisch zu speichern.

2

Survivor-Bias. Nicht jede Session ist gleich aussagekräftig. Ob die Mustersuche sinnvoll gewichtet, bleibt offen.

3

Meta-Overhead. Jede Review-Schleife kostet Zeit. Wenn der Retro monatlich länger als dreißig Minuten dauert, zahlt er sich vermutlich nicht aus.

4

Übertragbarkeit. Das hier ist Solo-Arbeit. Im Team verschwimmen implizite Muster, weil mehrere Menschen dieselbe KI unterschiedlich prägen.

Zu Blums Aufbau kommen eigene Vorbehalte. Seine Zahlen sind Selbstauskunft: Die 70 bis 80 Prozent seines Arbeitstages beschreibt er selbst, aus dem eigenen Aufbau heraus. Was diese Zahl für einen anderen Arbeitsalltag bedeutet, sagt sie nicht. Und sein System hängt an den Werkzeugen seines Arbeitgebers. Wer privat arbeitet, hat diese Anbindung nicht und sollte sie auch nicht herstellen, denn Firmendaten gehören nicht in eine private Umgebung. Übertragbar ist die Mechanik, nicht die Datenlage. Bleibt der unangenehmste Einwand: Ein System, das aus meinen Korrekturen lernt, übernimmt auch meine Inkonsistenzen. Nicht jede Änderung an einem Entwurf ist eine Verbesserung, manche ist Tagesform.

Was ich ausprobiere

Reifegrad: Experiment. Gestartet, Wirkung offen. Ich teste einen monatlichen Session-Retro. Er läuft bewusst im Morgen-Check-in, weil ich da Zeit habe und nicht unter Druck stehe. Drei Schritte:

1

Muster extrahieren. Ein Sub-Agent liest alte Sessions und sucht nach impliziten Signalen, die nicht im Speicher stehen.

2

Kandidaten zeigen. Höchstens sieben Muster pro Lauf, jedes mit Beleg. Ich entscheide pro Kandidat: speichern, ergänzen oder verwerfen.

3

Aufräumen. Sessions, die älter als 30 Tage sind, wandern ins Archiv. Die Liste bleibt übersichtlich.

Ob der Workflow echte Muster findet oder nur Rauschen produziert, muss sich erst zeigen. Genau das ist der Punkt eines Experiments: Ich behaupte nicht, dass es funktioniert. Ich baue es so, dass ich es sehe, wenn es nicht funktioniert.

Dazu kommen zwei kleinere Experimente aus Blums Aufbau. Beide sind noch ungetestet. Ich will wissen, ob die Fragen echte Lücken treffen oder nur Rauschen erzeugen.

Experiment 1

Die Diff-Notiz

Wenn ich einen Entwurf überarbeite, halte ich in einem Satz fest, was ich geändert habe und warum. Der Freitags-Review sammelt diese Sätze ein, nicht um sie zu lesen, sondern um nach vier Wochen zu sehen, welche Korrektur sich wiederholt.

Experiment 2

Die gemeldete Lücke

Im Morgen-Check-in soll die KI drei Begriffe oder Vorhaben nennen, die sie nicht einordnen kann, statt sie stillschweigend zu überspringen. Eine gemeldete Lücke kostet eine Rückfrage, eine geratene kostet einen Entwurf.

Was bleibt für jeden Tag

Explizit plus implizit ergibt echtes Gedächtnis.

Gespeicherte Fakten sind die halbe Miete. Die andere Hälfte steht in dem, was nie ausgesprochen wird.

Bestätigung ist auch Feedback.

Was du dreimal ohne Einwand akzeptiert hast, ist Teil deines Stils.

Die Korrektur ist das Trainingsmaterial.

Was zwischen Entwurf und verwendeter Fassung passiert, ist die genaueste Rückmeldung, die es gibt, und sie fällt ohnehin an.

Quellen

  1. Cohen, N. J. & Squire, L. R. (1980). Preserved learning and retention of pattern-analyzing skill in amnesia: Dissociation of knowing how and knowing that. Science, 210(4466), 207-210.
  2. Michael Polanyi (1966). The Tacit Dimension. Doubleday, Garden City, N.Y. Neuausgabe 2009 bei University of Chicago Press.
  3. Donald A. Schön (1983). The Reflective Practitioner: How Professionals Think in Action. Basic Books.
  4. How I AI (Lenny's Podcast Network): Folge mit Daniel Blum (Product Manager, Melio) über ein selbstverbesserndes PM-System, Newsletter-Ausgabe vom 31. August 2026. Die Angaben zum Umfang seiner Automatisierung sind Selbstauskunft.

Glossar

Deklaratives Wissen — In Worte fassbares Wissen (Fakten, Regeln).

Prozedurales Wissen — Wissen, das sich im Tun zeigt (Fertigkeiten, Gewohnheiten).

Stilles Wissen — Wissen, das wir besitzen, aber nicht vollständig artikulieren können (Polanyi).

Memory — Persistenter Speicher der KI für Fakten, Präferenzen und Projekte über Sessions hinweg.

Session — Einzelne Unterhaltung mit der KI, als Datei gespeichert.

Session-Retro — Monatlicher Lauf, der alte Sessions nach impliziten Mustern durchsucht.

Explizite Schleife — Wöchentlicher, bewusster Review der gelernten Fähigkeiten.

Implizite Schleife — Monatliche Mustersuche in alten Sessions durch die KI.

Implizites Feedback — Rückmeldung aus dem Arbeitsverhalten (Korrektur, Abbruch), ohne ausgesprochene Bewertung.

Feedback-Telemetrie — Protokollieren von Reibungsmomenten in einem Werkzeug, um wiederkehrende Schwachstellen sichtbar zu machen.

Sub-Agent — Eigenständiger Arbeitslauf der KI mit klar begrenztem Auftrag, dessen Ergebnis zurück in die Hauptsitzung geht.

AI Knowledge Work September 17, 2026 · 8 min read

Memory is not enough. My knowledge system needs two learning loops.

TL;DR

A personal knowledge system stores two things: what I know and how I work. The second only shows up in action, so it usually stays invisible. Capturing both takes two learning loops, a weekly one for what I consciously learned and a monthly one for what stays unsaid. The second loop needs a source of material that costs nothing extra, and the sharpest one is the difference between what the AI drafted and the version I actually used.

Ever since I started training my AI systematically, I have been refining facts, rules, and systems. The results are strong. But there is a blind spot: everything sitting in memory is something I had to define explicitly, analyze proactively, optimize. The things I never say out loud never show up there. Those could be behavioral patterns like the formats I dismiss again and again, or the way I start sentences. Unconscious patterns I never hand to the system on my own. Which means I write rules from half the data of my daily behavior. A strong personal knowledge system needs more than what I know. It needs how I work. The first is easier, because I have to state it explicitly for the system to run cleanly. The second is the actual work, because that knowledge sits hidden in my habits. For a long time I had no source of material to read it from at all.

Two kinds of knowledge, only one lands in memory

Declarative and procedural knowledge

Cognitive science separates two kinds of knowledge. Declarative knowledge is facts and rules, the "I know that". Procedural knowledge is skills and habits, the "I know how". Cohen and Squire showed this in 1980 with patients who retained a new skill but could not remember ever having learned it. Knowledge management systems address almost only the declarative kind: notes, flashcards, second brains. The procedural kind gets left out, because it resists formalization. For working with an AI, though, it is the more important half. The AI does not only need to know what I know. It needs to know how I work.

Explicit and implicit signals

Explicit signals are easy. "No emojis", "German in chat", "short instructions are normal". That lands in memory and works. Implicit signals are harder to pin down: recurring phrasings, signs that I am cutting something off, formats I accept but never praise, patterns in the time of day. Between them sits the confirmation without words. If I raise no objection to an approach across three sessions, that is a signal. But no entry comes out of it. Michael Polanyi called this the tacit dimension of knowledge: we know more than we can tell. That is exactly the part that stays empty in memory.

The two loops a living system needs

A knowledge system that covers both halves needs two learning loops. The explicit loop runs weekly. In the Friday review I look at observable skills and methods: what did I learn this week, what belongs in the profile. That is the conscious act of learning. The implicit loop runs monthly. The AI reads back old sessions and extracts patterns I did not see myself: signs of friction, transitions in how I work, recurring sticking points. That is the outside view of me. Donald Schön called this backward-looking mode reflection on action. Together both loops cover both kinds of knowledge, declarative and procedural. The system learns how I think and how I work.

Where the implicit loop gets its material

The weak point of this setup is the implicit loop itself. An agent mining old sessions for patterns works on a blurry signal: it sees how a conversation went, but not what was actually used in the end. Daniel Blum, a product manager at Melio, uses a sharper source in his own setup. Once a week he has the system compare what it drafted with what he actually sent, and treats that difference as training material. No form, no rating, no extra step.

The value sits in the cost structure. Explicit feedback is expensive because it forms a task of its own, which is exactly why it gets skipped. The correction happens anyway, it just gets thrown away. One line in my own rule set proves the point: the ban on the optional comma before "und" and "oder" in German. That rule exists because I made the same correction by hand for weeks before I noticed it. Between the first correction and the rule, every draft carried the same flaw again.

A second mechanism reverses the direction of checking. Blum's morning brief reports not only what is coming up, but also which terms and initiatives show up around his day that appear in none of his context files. Instead of inventing a plausible meaning, the system asks a targeted question and stores the answer. On top of that comes a kind of telemetry: each building block logs moments of friction and once a week they condense into improvement proposals. The division of labor shifts. I check the output, the system checks its own coverage.

Measured against that, my own system looked one-directional when I started. It consists of 16 workflow commands, 15 rule sets and one steering file, about 12,500 words in total. I wrote all of it. Exactly one routine read back from lived practice, twelve times a year against roughly 250 working days. I maintained the system, the system did not maintain itself. That is precisely where the experiments further down begin.

That changes what the implicit loop actually does. It no longer mines conversations for something that looks like a pattern, it compares two versions of the same text, one of which demonstrably held up. A search becomes a comparison and a guess about me becomes a documented difference: not an AI forming hypotheses about how I work, but a routine that evaluates a correction that actually happened.

An AI that only knows what I told it knows me only halfway. The other half is in what I never said.

A critical look

Four caveats belong here.

1

Observer bias. An agent looking for patterns will find some. Whether they are real only shows in the confirmation. That is why the hard rule is to keep only what I confirm myself, never to save automatically.

2

Survivor bias. Not every session is equally telling. Whether the pattern search weights this sensibly stays open.

3

Meta overhead. Every review loop costs time. If the retro takes more than thirty minutes a month, it probably does not pay off.

4

Transferability. This is solo work. In a team, implicit patterns blur, because several people shape the same AI in different ways.

Blum's setup brings caveats of its own. His numbers are self-reported: the 70 to 80 percent of his working day is his own account of his own setup. What that figure means for a different working day it does not say. And his system depends on the tools his employer licenses. Anyone running a private system does not have that connection and should not build one, because company data does not belong in a private environment. What transfers is the mechanism, not the data situation. The most uncomfortable objection remains: a system that learns from my corrections also inherits my inconsistencies. Not every change I make to a draft is an improvement, some of it is just the day I am having.

What I am trying out

Maturity: experiment. Started, effect open. I am testing a monthly session retro. It runs deliberately in the morning check-in, because that is when I have time and no pressure. Three steps:

1

Extract patterns. A sub-agent reads old sessions and looks for implicit signals that are not in memory.

2

Present candidates. At most seven patterns per run, each with evidence. I decide per candidate: save, refine, or discard.

3

Clean up. Sessions older than 30 days move to the archive. The list stays readable.

Whether the workflow finds real patterns or just produces noise has to prove itself. That is the whole point of an experiment: I am not claiming it works. I am building it so I notice when it does not.

Two smaller experiments come from Blum's setup. Both are still untested. I want to know whether the questions hit real gaps or just produce noise.

Experiment 1

The diff note

When I revise a draft, I record in one sentence what I changed and why. The Friday review collects those sentences, not to read them, but to see after four weeks which correction keeps repeating.

Experiment 2

The reported gap

In the morning check-in the AI should name three terms or initiatives it cannot place, instead of skipping them silently. A reported gap costs one question, a guessed one costs a draft.

What stays with you every day

Explicit plus implicit makes real memory.

Stored facts are half the picture. The other half is in what never gets said.

Confirmation is feedback too.

What you accepted three times without objection is part of your style.

The correction is the training material.

What happens between the draft and the version you actually used is the sharpest feedback there is, and it comes for free.

Sources

  1. Cohen, N. J. & Squire, L. R. (1980). Preserved learning and retention of pattern-analyzing skill in amnesia: Dissociation of knowing how and knowing that. Science, 210(4466), 207-210.
  2. Michael Polanyi (1966). The Tacit Dimension. Doubleday, Garden City, N.Y. Reissued 2009 by University of Chicago Press.
  3. Donald A. Schön (1983). The Reflective Practitioner: How Professionals Think in Action. Basic Books.
  4. How I AI (Lenny's Podcast Network): episode with Daniel Blum (Product Manager, Melio) on a self-improving PM system, newsletter issue of August 31, 2026. The figures on how much of his work is automated are self-reported.

Glossary

Declarative knowledge — Knowledge that can be put into words (facts, rules).

Procedural knowledge — Knowledge that shows up in action (skills, habits).

Tacit knowledge — Knowledge we hold but cannot fully articulate (Polanyi).

Memory — The AI's persistent store for facts, preferences, and projects across sessions.

Session — A single conversation with the AI, saved as a file.

Session retro — A monthly run that mines old sessions for implicit patterns.

Explicit loop — A weekly, conscious review of learned skills.

Implicit loop — A monthly pattern search through old sessions by the AI.

Implicit feedback — Feedback that emerges from working behavior (a correction, an abort), without a stated rating.

Feedback telemetry — Logging moments of friction in a tool to make recurring weak spots visible.

Sub-agent — A separate AI run with a clearly bounded task whose result feeds back into the main session.